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Du siehst Dinge und fragst warum? Aber ich träume von Dingen, die es nie gegeben hat und sage: warum nicht
George Bernard Shaw

„Wir brauchen Druck von der Zivilgesellschaft!“

Transformative Bildung als trojanisches Pferd in der Konsumgesellschaft

„Es ist eine der Absurditäten unserer Zeit: Die jungen Menschen sollen nachhaltig gebildet in eine Konsumwelt entlassen werden.“ Herr Knitsch, Staatssekretär im NRW-Umweltministerium, sprach klare Worte in der großen Talkrunde der Abschlusskonferenz der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ am 29./30. September 2014. Vielen Beteiligten der 2014 zuende gegangenen Weltdekade war es durchaus klar: Eine Bildung für nachhaltige Entwicklung muss Hand in Hand gehen mit einer Politik für nachhaltige Entwicklung. Das heißt mit politischen/ ordnungsrechtlichen Rahmenbedingungen, damit Unternehmen, die nachhaltig produzieren wollen, überhaupt Erfolg haben können.

Und gleichzeitig steht die Hoffnung der Bildungsaktiven nach diesen 10 Jahren eher stärker als schwächer im Raum: Dass eine ganzheitliche Nachhaltigkeitsbildung heutzutage doch ein „trojanisches Pferd“ sein könnte. Und – vielleicht als eine Art Samenkugel inmitten der Konkurrenz-, Ungleichheits-, und Konsumgesellschaft - ein freieres Denken jenseits von materiellem Wachstum, Neoliberalismus und „there is no alternative“-Politik wachsen lassen könnte.

Über die kompletten 10 Jahre der Dekade hat die ÖIEW – anfangs noch mit dem damaligen Geschäftsführer Herrmann Garritzmann, durch dessen Engagement das Nationalkomitee überhaupt auf die ÖIEW als deutsche Erd-Charta Koordination aufmerksam geworden war - regelmäßig am Runden Tisch der Bildungsakteure teilgenommen. Und wir konnten unsere ganzheitliche Sichtweise einbringen: nach einigen Jahren gelang es, die Erd-Charta und ihre Wertedimension explizit in die Papiere einzubringen. Und mehr und mehr konnten wir mit anderen Akteuren, die wie wir an der Vieldimensionalität des Blickes interessiert waren, an der Frage arbeiten, wie Bildung wirklich ein tiefgreifend transformierendes Potential bekommen kann.

Fruchtbare Vernetzung ermöglichte der Runde Tisch, aber auch konkrete Zusammenarbeit zum Beispiel beim Erd-Charta Praxishandbuch oder über die AG „Kulturelle Nachhaltigkeitsbildung“. Und was passiert nach dem Ende einer solchen Dekade in der UN-Politik? Es ist immerhin gelungen, ein „Weltaktionsprogramm“ ab 2015 zu starten, sodass das „weiche“ Bildungsthema hoffentlich nicht wieder ganz aus dem Fokus gerät.

Was die Konferenzteilnehmenden in der „Bonner Erklärung 2014“ der „Welt“ unter anderen mitgeben: „Besondere Aufmerksamkeit erfordert die BNE-relevante Qualifizierung von pädagogischen Fach- und Lehrkräften in allen Bildungsbereichen. Zudem sollen Kinder und Jugendliche mehr Mitsprache erhalten.“

Bei der Weltkonferenz in Nagoya, Japan, war die Erd Charta in mehreren Side Events vertreten. Earth Charter International stellte außerdem das Buch vor: "The Heart of the Matter: Infusing Sustainability Values in Education. Experiences of ESD with the Earth Charter.“ In einem Kapitel geht es dort um die Erd-Charta Bildungsarbeit in Deutschland.

In der wir ebenfalls versuchen, (jungen) Menschen die Angelpunkte zu zeigen und zu vermitteln, mit Hilfe derer sie lernen, ihre Zukunft selber zu machen.

Links:
Buch von Earth Charter International „The Theart of the Matter: Infusing Sustainability Values in Education. Experiences of ESD with the Earth Charter.“:
http://www.earthcharterinaction.org/invent/images/uploads/ESD%20EC%202014.pdf
Bonner Erklärung:
http://www.bnekonferenz2014.de/konferenz/bonner-erklaerung-2014/
Jugendkongress 2015 „Zukunft selber machen“:
http://www.zsm-2015.de/

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